In Uganda: Ankunft – Erlebnisse – Eindrücke

Ein lauer Morgen begrüßt uns in Entebbe mit dem ganz eigenen Duft Ugandas. Effizient und schnell werden Impfpässe begutachtet, Visum in den Pass gestempelt, nachdem Fingerabdrücke und Gesichtserkennung abgeschlossen sind.

 

Medizinische Sachspenden werden fast zum Problem

Alle Koffer kommen an und unsere Busfahrer stehen schon bereit. Es läuft wie am Schnürchen. Allerdings hätte es fast ein Problem gegeben. Am Ausgang werden noch alle Koffer durchleuchtet und die vielen medizinischen Instrumente und Medikamente entdeckt. Dank verständnisvollem Zuhören und Durchwinken, können wir alles nach Lira mitnehmen. Aber für die Zukunft werden wir keine Instrumente oder Medikamente mehr mitbringen können, da die Bürokratie zu zeitaufwendig ist und momentan alles in Uganda gekauft werden kann.

 

Staub, Hitze, verbrannte Erde

Die braune, ausgedörrte Erde bildet einen starken Kontrast zu den kräftigen Farben der Blüten an Bäumen, Büschen und Blumen. Wo die Blätter fehlen, sind die Bäume voller Blüten. Ein Meisterwerk des Schöpfers, das in der heißen, trostlosen Zeit Farben der Hoffnung und der Schönheit schafft.

Uganda steckt mitten in einer ausgeprägten Trockenzeit. Seit November 2016 hat es nicht mehr geregnet. Im Norden ist die Erde wie verbrannt. Gras ist kaum noch zu sehen, dafür umso mehr Staub und sengende Hitze. Die Karimojong wandern wieder in andere Stammesgebiete, um ein bisschen Gras und Wasser für ihre Kühe und Ziegen zu finden.

Selbst in Lira, wo wir in all den Jahren so gut wie nie Wassermangel hatten, erlebten wir diesen jetzt sehr akut. Oft kam den ganzen Tag nur Luft aus den Wasserhähnen. Im Missionskrankenhaus half es, dass wir an verschiedene Leitungen angeschlossen sind, und dann auch noch einen Brunnen mit Handpumpe haben. Trotzdem musste dem OP-Wassertank Wasser von der Kinderstation mit einem Gartenschlauch zugeführt werden.

 

Ugandische Gastfreundschaft

Die zweite Ernte ist nichts geworden. Das Essen wird knapp, und doch begegnen wir überall der ugandische Gastfreundschaft. Festessen werden aufgetischt, auch wenn die Familie danach kürzer treten muss, denn es ist wichtig, den Gästen dadurch Respekt, Freundlichkeit und Güte zu zeigen. Was für ein Unterschied zur westlichen Kultur, wo so oft MEINE Bedürfnisse an erster Stelle stehen.

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