David schreibt über sich selbst: 

Ich wurde in eine sehr arme Familie geboren. Mein Vater war Pastor. Das ist er bis heute. Ich habe drei Brüder und zwei Schwestern. Drei von uns sind bereits kirchlich getraut; in Uganda ist das der Abschluss eines oft längeren Prozesses.

Schon als Kind ging ich gerne zur Schule und wollte auch studieren, aber während der Kriegszeit war das nicht möglich. Außerdem entwickelte mein Vater Leberprobleme, weshalb es ihm nicht möglich war, Geld für die Schulgebühren aufzutreiben.

Böse Überraschung in der Hochzeitsnacht

Als ich heiraten wollte, hatte ich gerade mal 25,– Euro gespart. Aber andere Leute legten dazu, selbst solche, die ich überhaupt nicht kannte. Andere brachten eine Kuh, Softdrinks, einen Hochzeitskuchen… Irgendwie gelang es mir sogar, ein Hochzeitskleid für meine Frau auszuleihen.
Der Hochzeitstag war sehr schön. Aber während der Nacht kamen böse Menschen und zündeten meine Hütte in Brand. Alles verbrannte, nur Schutt und Asche blieben übrig. Gott sei Dank ist uns selbst nichts passiert. Warum sie das getan haben, weiß ich bis heute nicht.

Tochter mit Epilepsie

Meine Frau wurde bald schwanger. Wir freuten uns riesig. Eine Tochter! Aber bald begann sie Krampfanfälle zu entwickeln. Epilepsie. Manchmal über 50 Anfälle an einem Tag. Wir hörten vom Missionskrankenhaus in Lira –  wo solchen Kindern kostenlos geholfen wird. Obwohl Lira weit weg von unserem Zuhause ist, machten wir uns auf den Weg. Die Behandlung schlug positiv an und machte vieles einfacher. Aber der regelmäßige Weg nach Lira war weit und die Krämpfe forderten ihren Tribut. Schließlich starb unser Mädchen. Es dauerte eine lange Zeit, bis wir das verkraftet hatten. Gott schenkte uns aber weitere Kinder. Alles Jungs.

Theologiestudium trotz Schüchternheit

In meiner Jugend und auch in der Anfangszeit meiner Ehe, hatte ich ein schwaches Selbstwertgefühl. Siegmar kam für einen Wochenendeinsatz in unser Dorf. Er ermutigte mich zu einem Theologischen Studium, um – wie mein Vater – Pastor zu werden. Menschen, die selbst leiden, haben oft mehr Empathie mit anderen Schwachen. Irgendwie erkannte Siegmar wohl doch etwas in mir. Mit Hilfe von Freunden aus Deutschland würde er helfen, diese Ausbildung zu finanzieren.

Ich hatte Angst zu versagen.

Aber, es ging besser als ich dachte. Am Ende schnitt ich sogar gut ab. Seither hat sich vieles verändert. Die Dorfgemeinschaft wundert sich über meinen Wandel. Ich gebe Gott die Ehre. Mein Leben ist zum Segen für andere geworden! Danke, dass ihr zu mir gestanden und mir mehr zugetraut habt, als ich mir selbst zugetraut hätte.

Gott hat viele meiner Gebete erhört

Durch Unterstützung und Fürbitte hat Gott meine größten Anliegen beantwortet und erfüllt:

  • Mir wurde eine wunderbare Ehefrau geschenkt.
  • Mein Theologiestudium ist erfolgreich mit einem Diploma abgeschlossen.
  • Die Geburt meiner zweiten Tochter verlief, während des Corona Lockdown, ohne Komplikationen. Mutter und Kind sind gesund.
  • Gott hat uns wieder ein Baby-Girl geschenkt. Halleluja!
Jetzt sind wir aufgefordert Gott weiterhin zu vertrauen.

Als Familienvater mache ich mir natürlich etwas Sorgen, dass wir ohne all zu großen Hunger zu leiden durch die bevorstehende Nahrungsmittelknappheit kommen werden. Das Essen wird jetzt schon weniger. Es ist noch nicht Erntezeit. Wir konnten wegen dem totalen Lockdown der Corona Pandemie auch nicht so arbeiten, wie es nötig gewesen wäre.

Schön, zu wissen, dass es auch in Deutschland Glaubensgeschwister gibt, die mitbeten und auch in früheren Notlagen immer wieder beigestanden sind. Gott segne euch! 

David

Projekte von UiV: Theologische Ausbildung