25 JAHRE MISSIONSARBEIT

Hier die wichtigsten Prinzipien und Erfahrungswerte. Zugestanden: sie müssen nicht „als Paket“ für jeden gelten.

DER AUFTRAG JESU ZÄHLT
Ratschläge, Hinweise, Missionsstrategien beurteilen wir am „Masterplan“ aus Mt. 28:18-20. Z.B. wurde uns geraten, Zeit und Kraft nicht in der „harten Region“ Karamoja zu investieren, sondern in „vielversprechendere Gebiete“. Jesu „Macht zu Jüngern alle Völker!“ motivierte uns, nicht aufzugeben. Heute ist Karamoja der Stolz der ugandischen Gemeindebewegung.

DER BLICK GILT DEN ÄRMSTEN
Schwer tun wir uns mit denen, die sich um Aufmerksamkeit bei hohen Politikern bemühen oder die Armut der eigenen Popularität willen aufsuchen. Jesus half, weil er sich mit den Armen identifizierte und ihr Leid ihn bewegte. Die Armen sind nicht Mittel zum Zweck, sondern Ziel der Liebe Gottes.

REIS UND EVANGELIUM SÄUBERLICH TRENNEN
Kleider und Nahrungsmittel haben wir während intensiver Kriegsjahre an Christen in Gemeinden verteilt, gerne auch an ihre ungläubigen Nachbarn. Bei evangelistischen Einsätzen und in Gemeindegründungssituationen gab es nur Evangelium pur, auch in armen Gebieten. Andere, die hier „mischten“ erzielten schnellere, aber keine bleibenden Erfolge.

VERTRAUEN STATT VISIONEN
Träume sind nicht so sehr unser Metier. Aber Not bewegt das Herz! Das Herz inspiriert Ideen, bewegt Beine, gibt den Händen Kraft. Über allem steht der allmächtige Gott mit seinem großen Herz für Menschen in Not. Er führt uns, wenn wir ihm zur Verfügung stehen.

EHRLICH WÄHRT AM LÄNGSTEN
Korruption ist in vielen Entwicklungsländern auf allen Ebenen tagtägliches „Geschäft“. Wir haben uns nicht beteiligt – weder in kleinen noch in gewichtigen Angelegenheiten. Unsere Haltung wurde respektiert. Ugander, die sich hier nur schwer entziehen können, haben wir aber nie verurteilt.

KEINE ANGST VOR SCHMUTZIGEN HÄNDEN
Den Lastwagen für ein Bauprojekt laden, im Abwasser verstopfter Kläranlagen stehen (mit Gummistiefel!) … ok, die ungeschützte Mund-zu-Mund Beatmung ging zu weit. Selbst anpacken hält auf dem Boden der Lebensrealität des Normalbürgers. Das ist wertvoll.

AM LEBEN BLEIBEN HAT NICHT DIE ALLERHÖCHSTE PRIORITÄT
Vorsicht, Weisheit, Umsichtigkeit sind angebracht. Wer aber eigener Sicherheit allerhöchste Priorität einräumt, wird in einem politisch instabilen Land nichts tun können. Jesus sagt: „Denn wer sich an sein Leben klammert, der wird es verlieren. Wer aber sein Leben für mich und für Gottes rettende Botschaft aufgibt, der wird es für immer gewinnen.“ (Mk. 8:35)

DAS SCHERFLEIN DER ARMEN ZÄHLT AUCH
Großspender sind willkommen. Ihr Geld kann viel bewirken. Trotzdem wird das Reich Gottes auch von kleinsten Beiträgen armer und mittelständischer Menschen gefördert. Wir sind dankbar für jede Spende.

DAS RICHTIGE BEZIEHUNGSGEFLECHT BEFÄHIGT
Eltern und Familie sind Vorbilder, Vorgänger und Unterstützer. Freunde werden zu Missionaren, indem sie Zuhause helfen, spenden, beten. Pastoren und Freundeskreisgemeinden verstehen, dass Projekte funktionieren, wenn Missionare sich nicht um das Überleben ihrer Familien sorgen, sondern sich auf ihre Aufgabe konzentrieren können. Gebetskreise fördern geistliche Durchschlagskraft und Schutz. Missionsleiter mit ihren Komitees, die mühevoll rechtliche Grundlagen legen, Missionare wertschätzen und ihre Sichtweise als wichtig erachten, sind unverzichtbar. Solche Rückendeckung macht stark, während Missionare die Hände am Ball haben.

Gottes Segen ist essentiell! Aber er benützt ganz tatkräftig viele Menschen, um Missionsarbeit mit Erfolg zu krönen. Missionare vergessen das nicht! 
Wir sagen „Danke! Herzlichen Dank!“

Siegmar & Priscilla

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