Der erfolgreiche Aufbau dieses Projekts in Lira und die sichtbar positiven Auswirkungen auf die Zukunft vieler junger Menschen, ermutigt zur Hilfe beim Aufbau eines ähnlichen Ausbildungszentrums in Moyo, 5 km von der Grenze zum Süd-Sudan entfernt. Dadurch werden auch junge Menschen vom Süd-Sudan Hilfe erfahren.

Entwicklung zum heutigen Stand

2012 Das Grundstück ist bezahlt und die Baupläne sind genehmigt.

2013 Die Registrierung wird von den zuständigen Behörden gewährt.

2014 Baubeginn des ersten Gebäudes für theoretischen und praktischen Unterricht.

2015 Das erste Schulungsgebäude wird in Anwesenheit einiger Ehrengäste aus Uganda und aus Deutschland eingeweiht. Der Parlamentarier Tom Asa Alero und der Bürgermeister Daniel Buni bedanken sich während der Einweihungsfeier bei den Spendern aus Deutschland für diese konkrete Investition in die Zukunft von jungen Menschen.

Die ersten Erfolge und Herausforderungen

Anfänglich standen drei Ausbildungszweige (Schreiner, Maurer, Schneider) zur Wahl. Im ersten Ausbildungsjahr waren es 19 junge Schüler und 9 Schülerinnen.
Nach dem zweiten Trimester hatten die Azubis bereits erste Fähigkeiten entwickelt: Sie konnten verschiedene Stühle, einfache Hemden und Hosen herstellen; die Maurerschüler haben es gelernt mit Senklot und Wasserwaage Modelwände aus Ziegelsteinen hochzuziehen. Schlamm, eigens aus der fruchtbaren Erde gestampft, diente dabei als Mörtel.

Da die wenigen Werkzeuge aber zu viel untätigem Leerlauf führten, „schlichen“ sich manche der 28 Lehrlinge wieder „davon“. Mit den niedrigen Schulgebühren konnte den Lehrern nur ein sehr dürftiges Honorar entrichtet werden. Auch ein paar Unterrichtsmaterialien wurden eingekauft. Für Werkzeuge blieb nichts übrig.

2017 Baubeginn eines mehrstöckigen Schlafsaals. Durch dieses zweite Gebäude sollen Schüler aus einem größeren Umkreis eine Ausbildung erhalten können.

2018 Akkreditierung. Der vierte Ausbildungszweig „Frisör“ kommt hinzu.

70 Menschen mit verschiedensten Behinderungen nehmen an einer der vier Ausbildungen teil. Dafür wurden die sanitären Einrichtungen den besonderen Anforderungen angepasst.

Die erste kleinere Gruppe junger Flüchtlinge, die zudem meist auch Waisenkinder sind, werden mit einer Ausbildung gefördert.

2020 Die ugandische Regierung reagierte auf die Corona-Pandemie von Anfang an mit strengen Lockdowns. Alle Schulen mussten schließen. Der Weiterbau des Schlafsaals war aber während bestimmter Monate möglich. Inzwischen ist die zweite Zwischendecke gegossen.

← zurück / weiter →