Saat & Ernte

Mensch und Natur lechzen nach Regen. Es ist heiß – die Temperaturen erreichen zu manchen Zeiten die 40° Grenze; die Sonne knallt gnadenlos auf die ausgetrocknete Erde herunter; es ist staubig – der feine, rote, pulverartige Staub setzt sich überall fest, in allen Ritzen, auf alle Gerätschaften, … und dann zwei Tage bevor unser MMT-2019 Einsatz zu Ende geht, der lang ersehnte Regen. Und so beginnt erneut der Kreislauf von Saat und Ernte. Die Familien eilen gemeinsam auf die Felder, die Erde wird vorbereitet, um den Samen in Empfang zu nehmen, dann folgt das geduldige Warten und die Hoffnung auf eine gute Ernte.

Gott aber, der dem Sämann Saat und Brot schenkt, wird auch euch Saatgut geben. Er wird es wachsen lassen und dafür sorgen, dass das Gute, das ihr tut, Früchte trägt.
(2. Korinther 9:10)

So vieles was wir in der Natur erleben, benutzt Gott, um uns biblische Lebensprinzipien klar zu machen. Eine gesunde Ernte kann es nur geben, wenn hart gearbeitet wird und Gott seinen Segen dazu schenkt.
Dieses Prinzip von Saat und Ernte konnten wir am 16.März 2019 voller Dankbarkeit und Freude miterleben. Das Missionskrankenhaus in Lira hat das 25-jährige Jubiläum gefeiert. In all den Jahren in Uganda, habe ich noch nie eine solche Feier erlebt!

Die Mitarbeiter des Krankenhauses hatten die ganze Feier selbst geplant, organisiert und finanziert. Alle hatten 10 Euro von ihrem Gehalt gespendet (bei einem Durchschnittsgehalt von 100 Euro im Monat, ist das enorm). Geladene und Ehrengäste waren unsere Patienten, Mitarbeiter, ehemalige Mitarbeiter, MMT-Teilnehmer, Herbert und Christiane Ros, die Pioniere der Missionsarbeit in Teso und Lango, sowie wir drei Göhners. Leider konnte nur Priscilla, von den Missionaren, an der Feier teilnehmen.

Gott im Mittelpunkt!

Ansprachen, eine Vielfalt an Liedern und Dramastücken, eine Predigt, ein leckeres Mittagessen für alle Gäste. Mitarbeiter, die seit mindestens 10 Jahre im Krankenhaus mitarbeiten, wurden geehrt. Dann wurde die beste Abteilung, der beste Arzt, der beste Nachtwächter usw. gewählt. Das feierliche Kuchenanschneiden ist obligatorisch. Aber als absoluter Höhepunkt hatten einige Patienten die Möglichkeit Zeugnisse über ihre Krankheit und die empfangene Hilfe zu geben. Gott stand während der gesamten Feier im Mittelpunkt. Er wurde für dieses Missionskrankenhaus geehrt.

Priscilla mit Henry – einem unserer Waisenkinder

Für mich war es besonders schön, beim Mittagessen ehemalige Mitarbeiter zu sehen und mit ihnen zu reden. Viele von denen, die einige Jahre bei uns angestellt waren, sind jetzt in Führungspositionen im Gesundheitswesen der ugandischen Regierung. Es ist gewiss nicht falsch, wenn wir mit etwas Stolz sagen, dass wir diese Mediziner mitgeprägt haben. Jetzt helfen sie ihrem Land und auch unserem Krankenhaus von diesen Positionen. Andere ehemalige Mitarbeiter sind in Rente. Sie waren auch zur Feier gekommen. Wir alle sind älter geworden.

Wir bedanken uns bei euch, den Freunden von Uganda im Visier, für eure Treue in der Unterstützung, ohne die der Aufbau dieses Krankenhauses und die Subventionierung von Patienten aus der armen Schicht, nicht möglich wäre.

Gottes reichen Segen!
Eure

Priscilla

Siegmar konnte bei diesem Einsatz nicht dabei sein. Er wird im August in Uganda sein und plant für Ostern 2020 den nächsten C-4-M (Connect-4-Missions) Einsatz. Es sind noch 4 Plätze frei. Bei Interesse per Email melden.