Mercy fällt mir gleich ins Auge. Sie hat eine besonders freudige und lebendige Ausstrahlung. Mir ist klar: Mercy soll eine der heiß begehrten Puppen, die eine liebe Frau in Deutschland immer wieder für das Krankenhaus spendet, kriegen.

Während ich die Puppe aus dem roten Reisesack ziehe, erzählen die Krankenschwestern Mercys Geschichte. Ich muss mich zuerst umdrehen, damit das Mädchen meine Tränen nicht sieht.

G


eschunden und geschlagen:

Mercy kurz nach der Aufnahme

Mercys Tante in der Hauptstadt hatte der Familie ein verlockendes Angebot gemacht: „Bringt die Kleine zu mir. Ich werde sie auf eine gute Schule schicken und das Schulgeld bezahlen.“ Als Mercy in Kampala ankommt, beginnt für sie die Hölle. Von Schule ist keine Rede mehr. Mercy wird brutal geschlagen, gebissen, im Zimmer eingesperrt… ihr Gesicht, der gesamte Oberkörper, die Arme weisen Blutergüsse und Narben von Misshandlungen auf. Am Aufnahmetag sah sie so erbärmlich und völlig kraftlos geprügelt aus.

Bei uns im Krankenhaus erlebt sie nun die liebevolle Zuwendung unserer Mitarbeiter. Sie lebt auf, kann wieder Kind sein, während ihr geschlagener Körper und ihre Seele heil werden. Sie ist ein fröhliches Kind geblieben. Gott sei Dank!

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Spenden für das Projekt „Rettet Leben“ ermöglichen den Einkauf
notwendiger Medikamente für kranke Kinder – wie Agnes und Mercy
aus der armen Bevölkerungsschicht.

Das Missionskrankenhaus in Lira hat es sich zur Aufgabe gemacht,
besonders den Ärmsten der Armen zu helfen: den Kindern, den
Mütt ern und den Menschen, die sich sonst keine medizinische Hilfe
leisten können.

SG