Eine verstümmelte Kriegswitwe hat zu Ende gekämpft

Irene kommt am 25. August 1934 in Nord-Uganda zur Welt. Als junge Frau heiratet sie Dican Okello. Zusammen haben sie sieben Kinder; drei davon sterben. In den 70iger Jahren kommen Probleme politischer Art dazu.

 

Der 20. August 1998 wird für Irene zum schlimmsten Tag des Lebens.

Zu dieser Zeit wüteten die Rebellen der LRA (Lord’s Resistance Army) im Norden: Mord, Verstümmelung, Entführungen sind an der Tagesordnung.

Rebellen verstümmeln und morden

Am besagten Tag wird Irene von LRA Rebellen angegriffen. Schon beinahe zu Tode geprügelt, schneiden die Rebellen ihr die Lippen und Ohren ab. D.h. „du hast ‚gehört‘ und ‚geredet‘ was uns geschadet hat.“ Als ob das nicht grausam genug gewesen wäre, ermorden die Rebellen ihren geliebten Ehemann vor ihren Augen. 

Irene überlebt. Körperlich geschwächt. Die grausamen Bilder des Angriffs für immer tief in ihre Seele gebrannt. Irene kämpft nun ohne Ehemann tapfer weiter. Sie besucht treu die Gottesdienste in unsere Gemeinde. Denn in Jesus – der am Kreuz ähnliche Schmerzen litt – findet sie Trost und Halt.

Irene hat den guten Kampf vollendet

2015 stürzt Irene, leidet unter Magengeschwüren und baut zusehends ab. Letztes Jahr erreicht uns die Nachricht, dass Irene den guten Kampf zu Ende gekämpft hat.

Sie darf jetzt persönlich erleben, was Gott uns in Offenbarung 21:4 – 5 als „Vorschau“ mitteilt:

Gott „wird alle Tränen von ihren Augen abwischen:
Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen. Er, der auf dem Thron saß, sprach: Seht, ich mache alles neu. Und er sagte: Schreib es auf, denn diese Worte sind zuverlässig und wahr!“

Wir konnten Irene regelmäßig mit einem kleinen finanziellen Beitrag unter die Arme greifen, wofür sie sehr dankbar war.

Danke, dass ihr es uns ermöglicht solchen Menschen etwas Liebe zu zeigen.

SG