Die 14-jährige Nelly* ist in der 5. Klasse. Sie ist das vierte von sechs Kindern und lebt auf dem Land, wo ihre Eltern Kleinbauern sind.

Wie die meisten Kinder auf dem Land, so muss auch Nelly viele Kilometer zur Schule laufen. Sie verlässt das Haus vor der Dämmerung und kommt erst kurz vor Sonnenuntergang wieder nach Hause. Abseits der Hauptstraße sind immer weniger Menschen unterwegs. Die Straße verengt sich, wird zum Pfad, der von Gestrüpp umgeben ist. Leider ideale Gegebenheiten für Überfälle aller Art.

An diesem verhängnisvollen Abend geschieht, wieder einmal, etwas Tragisches: Nelly wird von einem unbekannten Mann vergewaltigt. Aus lauter Scham und Angst vor Stigmatisierung, schweigt sie über das furchtbare Geschehen. Nicht einmal ihrer Mutter sagt sie etwas. Aber eine Mutter sieht, wenn es ihrem Kind nicht gut geht. Nelly kann nicht mehr richtig laufen.

Die Mutter bringt ihre Tochter zu uns, wo sie stationär behandelt wird, denn sie ist durch den Angriff mit Syphilis angesteckt worden. Während dieser Zeit wird sie auch seelsorgerlich begleitet. In 3 Monaten muss sie für einen HIV Test wiederkommen, um zu überprüfen, ob sie nicht auch noch mit diesem Virus infiziert wurde.

Wie dankbar sind wir, dass wir dank eurer Spenden in Uganda Menschen helfen und sogar Leben retten können.

* Die Namen wurden zum Schutz der Personen geändert.

SG