Robert Oduayi (links)

Robert Oduayi (links)

Robert Oduayi ist Leiter der Schule. Er berichtet über die ersten Erfolge, aber auch über weitere Erfordernisse, die zur Weiterentwicklung in eine effektive Ausbildungseinrichtung nötig sind. Ziel ist es, Schulabgängern die Möglichkeit zu bieten, sich handwerkliche Fähigkeiten anzueignen und mit einem anerkannten Gesellenbrief einem besseren Leben entgegenzugehen. Dies wird sowohl dem Wiederaufbau des Landes als auch der Zukunft dieser jungen Menschen mit ihren Familien zugutekommen. Hilfe zur Selbsthilfe ist das Endziel.

Die ersten Erfolge
Das erste Trimester liegt erfolgreich hinter den 19 jungen Schülern und 9 Schülerinnen; das zweite hat Anfang Juni begonnen. Die Azubis haben bereits die ersten Fähigkeiten entwickelt: Sie können verschiedene Stühle, einfache Hemden und Hosen herstellen; die Maurerschüler haben es gelernt mit Senklot und Wasserwaage Modelwände 28 Lehrlinge grauaus Ziegelsteinen hochzuziehen. Schlamm, eigens aus der fruchtbaren Erde gestampft, dient dabei als Mörtel. Anfänglich waren mehr als 28 Lehrlinge zur Schule gekommen, da die wenigen Werkzeuge aber zu viel untätigem Leerlauf führte, haben sich mache wieder davon geschlichen.

Mit den niedrigen Schulgebühren wurde den Lehrern ein dürftiges Honorar entrichtet und auch ein paar Unterrichtsmaterialien eingekauft. Für Werkzeuge blieb nichts übrig.

Struktur, Lehrplan und Angestellte
Ein Vorstand wurde gewählt um der Schule Leitung und Aufsicht zu gewähren. Dazu gehören der administrative und technische Leiter der Schule, technisch versierte Pastoren und die Distriktleiter der Gemeindebewegung PAG. Der Lehrplan wurde erstellt. Angestellt sind 3 Lehrer; außerdem werden Lehrer auf Stundenbasis einberufen. 2 Nachtwächter achten abwechselnd auf die Sicherheit des Gebäudes und des Inventars. Die Lehrer sind motiviert, auch wenn ihr Gehalt kaum ihren Erwartungen und der investierten Mühe entspricht.

Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium
Das Bildungsministerium ist über die Aktivitäten informiert und freut sich über die Eröffnung dieser Schule. Momentan können die Kurse in 6 Monaten abgeschlossen werden; für die offizielle Ausbildung, die zum „Uganda Junior Technical Certificate“ (UJTC) führt, wird bereits aktiv geplant und gearbeitet.

Waisenkinder in der Lehrwerkstatt

Waisenkinder in der Lehrwerkstatt

Förderung von Behinderten
Das Bildungsministerium hat den Wunsch geäußert, neben dem normalen Ablauf auch einige der in diesem Gebiet lebenden behinderten jungen Leute auf unserer Schule zu fördern. Dazu entsprechen aber die sehr provisorisch erstellten sanitären Einrichtungen noch nicht den Anforderungen.

Förderung von Waisenkindern
In den Ferien öffnet die Lehrwerkstatt ihre Türen für Kinder aus unserem Waisenkinder-Programm. Ermutigt und gefördert werden besonders die Waisenkinder, die nur niedrige schulische Leistungen erreichen. Spielend lernen sie Basisfähigkeiten, die Spaß machen und sich positiv auf ihr Selbstbewusstsein auswirken. Trotzdem bleibt ein ordentlicher Schulabschluss das Ziel.

Was jetzt am Dringendsten benötigt wird: 

(1) Werkzeug und Ausrüstung.
Im Bereich der Schreiner und Zimmerleute gibt es nur 2 Handhobel, ein paar Bogensägen, Stechbeitel und Hämmer. Den Schneidern stehen nur 3 alte Nähmaschinen zur Verfügung, die immer wieder repariert werden müssen. Eine davon ist sowieso nur geborgt.

(2) Es fehlt an Lehrbüchern.
Diese können in englischer Sprache in der Hauptstadt erworben werden.

(3) Unterrichtsmaterialien.
In der Schreinerabteilung, z.B., werden Zementsäcke aus Papier zu Hosen und Hemden verarbeitet. Klar ist: Egal wie sorgfältig diese Säcke gesäubert werden, es bleiben Zementrückstände die sich neg. auf die Haut auswirken.

(4) Gehaltszuschüsse für die Lehrer.
Momentan erhalten sie nur 50% eines angemessenen Gehalts. Ihre Motivation kann auf Dauer nur gehalten werden, wenn sich eine Lösung einstellt.

(5) WC und Duschanlagen.
Der Bau dieser sanitären Einrichtungen muss den Anforderungen einer Distrikt-Hauptstadt entsprechen und auch Behinderten Schülern gerecht werden.

Ein Hinweis aus unserer Erfahrung
Bei all diesen Anforderungen liegt der Gedanke von Sachspenden nahe. Zu Bedenken ist allerdings, dass Transportkosten von Deutschland nach Uganda (einem Binnenland in Ost-Afrika) ca. doppelt so hoch sind, wie z.B. Ziele in West-Afrika. Zudem ist der Standort „Moyo“ der entfernteste Punkt von der Hauptstadt Kampala, was die sowieso schwierigen amtlichen Prozesse eines Imports noch wesentlich verteuern würde.

Alle oben genannten Erfordernisse können in Uganda erworben bzw. ermöglicht werden. Deshalb führen Spenden in finanzieller Form sehr viel einfacher zum Ziel.

Wir bitten um Unterstützung für dieses Projekt. Es ist eine lohnende Investition ins Leben von jungen Menschen, die ihr Leben selbständig und in einer verantwortlichen, produktiven Weise selbst gestalten möchten. Wir bedanken uns sehr herzlich!

Spendenkonto:Siegel 12-2015
Weltmission gGmbH der Volksmission
BW-Bank Stuttgart
IBAN: DE88 6005 0101 0002 1912 54
BIC/SWIFT: SOLADEST600
Vermerk: „Nord-Uganda – Technische Lehrwerkstatt“

Für alle Spenden werden Spendenbescheinigungen ausgestellt