Im Infobrief kurz vor Weihnachten hatten wir von Agnes berichtet:

Agnes leidet an Epilepsie

Sie krampfte, fiel ins Feuer, was zu extremen Verbrennungen an beiden Unterschenkeln führte. Sehnen und Knochen lagen offen. Die Bilder der Erstversorgung in unserem OP hatten Priscilla in Deutschland erreicht und schockiert: „Das Mädchen wird wohl kaum überleben“, dachte sie damals.
Im Oktober sah sie Agnes. Sie „robbte“ fröhlich durch die Gänge der Kinderabteilung. Ihre Wunden waren schon fast vollständig verheilt. Die Verbrennungen waren aber großflächig und tief gewesen, dass kaum Hoffnung bestandt die kleine Agnes je wieder aufrecht laufend zu sehen. Ihre Beine waren ständig mit angewinkelten Knien in Schonstellung. Wir waren dankbar, dass Agnes überlebt hat.

Kurz nach Weihnachten erreichten uns die ersten Berichte von den Verteilaktionen der Geschenke. Wir trauen unseren Augen kaum. Da war dieses Mädchen, die wie Agnes aussah – und sie stand aufrecht, um ihr Geschenk in Empfang zu nehmen. Es ist in unseren Augen ein Wunder, wofür wir Gott sehr dankbar sind.

Burcu und Vanessa, die beiden Krankenschwestern aus Deutschland, bestätigten: Ja, das ist tatsächlich Agnes. Burcu schrieb:

“Die Krankenhausleitung hat uns in eure jahrelange Tradition miteinbezogen: wir durften beim Verteilen der Weihnachtsgeschenke an Patienten und Personal mithelfen!
Heute habe ich mal wieder gespürt, wie schön und wertvoll es ist, zu teilen. Herzlichen Dank für die Spenden und, dass wir beim Verteilen mitmachen dürfen! Im Anhang schicke ich dir Fotos davon.
Als Agnes zum Fotografieren kam, ist sie tatsächlich gestanden! Leider habe ich vor lauter Freude verpasst, es zu fotografieren. Aber ich wollte es dir unbedingt erzählen. Ich denke, das war das schönste Geschenk heute!

Wir sind enorm stolz auf unser Team im Krankenhaus. Es bleibt noch vieles zu tun, um diesen Menschen in Not noch besser helfen zu können!  Dankeschön an alle, die mithelfen!